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Geschichte/Ortsportrait

Die Gemeinde

Die Gemeinde Tangstedt mit ihren ca. 2.300 Einwohnern liegt im östlichen Teil des Kreises Pinneberg im Raum zwischen Pinneberg und Quickborn. Das Gemeindegebiet wird im Westen durch die Pinnau gegen Borstel-Hohenraden begrenzt. Im Norden, Osten und Süden grenzen die Gemarkungen von Quickborn, Hasloh, Bönningstedt, Ellerbek, Rellingen und Pinneberg an. Durch das Gemeindegebiet führt die Kreisstraße 6, die Tangstedt im Süden mit Rellingen und Pinneberg und im Nordosten mit Hasloh sowie über die B 4 mit Quickborn verbindet.

 

Tangstedt ist eine der ältesten Gemeinden des Kreises Pinneberg. Die erste urkundliche Erwähnung im Landesarchiv datiert bereits aus dem Jahre 1242 unter „Tangstede“. Lange nahm man an, dass der Name auf den Eigennamen „Thanco“ zurückgeht. Neuere Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Annahme eines eigenen Wappens (1992) gehen davon aus, dass der Name „Tangstedt“ seine Begründung in für den Ort charakteristischen Geländeformationen eines eiszeitlichen Sanders findet, den mehrere kleine Moore umgeben. Die zu Tangstedt gehörende Wulfsmühle an der Pinnau ist schon 1382 urkundlich belegt. Seit dem 14. Jahrhundert gehört Tangstedt zum Kirchspiel Rellingen. Eine Schule in Tangstedt wird erstmalig 1719 erwähnt. 1992 feierte die Gemeinde ihr 750-jähriges Bestehen.

 

Strukturell hat sich die Gemeinde insbesondere in den letzten Jahren immer mehr von einer Agrargemeinde (heute noch 9 Landwirte und etwa 15 Baumschulbetriebe) zu einer Wohngemeinde entwickelt. Es ist das Bestreben der Gemeindevertretung, durch infrastrukturelle Maßnahmen und Verbesserung der gemeindlichen Einrichtungen den Wohnwert zu erhöhen.

 

 

Das Wappen

Das Wappen der Gemeinde Tangstedt wurde mit Beschluss der Gemeindevertretung vom 03.06.1992 angenommen.

 

Die Genehmigung des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein wurde am 10.08.1992 erteilt.

 

Entwurfsautorin: Hannelore von Engelhardt, Appen

Wappenfiguren: Mühlstein, Wolf und Zange

 

Beschreibung des Wappens

Im Wellenschnitt schräglinks geteilt. Oben in Silber eine linksgewendete, schräglinksgestellte blaue Zange, unten in Rot ein silberner Mühlstein, daneben ein aufgerichteter silberner Wolf.

 

 

Historische Begründung

Die Teilung des Wappenschildes der Gemeinde Tangstedt in Wellenform bringt die Lage der Gemeinde unmittelbar an der Pinnau zum Ausdruck. Der 1242 erstmals erwähnte Ort ist nach seiner Bedeutung als "Wohnstätte auf einer Zange" aufzufassen. Mit Zange sind hier die hügelförmigen Landerhebungen zwischen den Mooren gemeint, die diese zangenartig umfassen. Im Gemeindewappen wird der Namensbestandteil "Tang" durch die Zange als handwerkliches Arbeitsgerät dargestellt. Der Ortsname erfährt so eine allgemeinverständliche "redende" Darstellungsweise. Der Ortsteil "Wulfsmühle", im Norden des Gemeindegebietes um die gleichnamige historische Wassermühle gelegen, wird ebenfalls "redend" durch das Mühlrad und den Wolf ins Bild gesetzt. Die Tangstedter Bauern waren verpflichtet, ihr geerntetes Getreide in dieser an der Pinnau gelegenen landesherrlichen Mühle, in deren Nähe sich noch Reste er ehemaligen "Wulffesburg" befinden, mahlen zu lassen. Die Farben des Schildes sind mit Rot und Weiß die Farben des Landesteils Holstein. Zusammen mit dem Blau der Zange ergeben sie die schleswig-holsteinischen Farben.